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Creators of Peace Worldwide Women Caux 2019

Creators of Peace: Frauen aus aller Welt

Samstag, 20. Juli 2019

 

Vom 19. bis 21. Juli 2019 trafen sich 25 Frauen aus 17 Ländern im schweizerischen Caux zur Creators of Peace-Jahresversammlung. Inspirierende Friedensstifterinnen aus Kamerun, Nepal, Kenia, Australien, Grossbritannien und anderswo kamen zusammen, um die Arbeit, die CoP das ganze Jahr über leistet, vorzustellen sowie Wissen und Feedback auszutauschen.

 

Nach der Begrüssung und einer Vorstellung begannen wir mit einem Überblick über den Platz der Frau in der heutigen Welt. Der Vortrag befasste sich mit einer Vielzahl von Bereichen, von der Wirtschaft über Beziehungen bis hin zum Klimawandel und zielte darauf ab, die Aktivitäten von CoP in einen Kontext einzubetten. CoP agiert Seite an Seite mit anderen internationalen Organisationen, die sich ebenfalls für die Stärkung und Unterstützung von Frauen einsetzen. Der Bericht hob Bereiche hervor, in denen Verbesserungen und Fortschritte erzielt wurden, insbesondere in Bezug auf Beschäftigung und Landrechte. Betreffs der Gewalt gegen Frauen und dem Zugang zur Gesundheitsversorgung zeigte er jedoch, dass noch viel zu tun bleibt, und bekräftigte unseren Wunsch nach Gleichstellung und Gerechtigkeit sowie die Wichtigkeit unserer Arbeit als Beitrag zu einem positiven Wandel.

Der zweite Tag begann mit einer Gruppenaktivität und wir wurden gebeten, die Aktivitäten von CoP als Teil eines Baumes zu betrachten - die Wurzeln (die Werte, die uns inspirieren), den Stamm (die Aktivität, die unsere Arbeit unterstützt) und die Blätter und Früchte (positive Ergebnisse im Leben von Frauen). So wurde über Projekte ausgetauscht, die verschiedene Länder im Jahr 2018 weltweit organisiert hatten. Nach weiteren Länder-Updates und einer Reflexion über die im Laufe des Jahres gewonnenen Erkenntnisse teilten wir uns zu weiteren Gesprächen in zwei Gruppen auf.

Durch Interviews mit CoP-Vertreterinnen aus 21 Ländern zeigte unser Bericht, dass im Jahr 2018 unglaubliche 88 Friedenskreise mit über 1000 Teilnehmerinnen stattgefunden hatten, die hauptsächlich von lokalen Freiwilligen geleitet worden waren. Wir diskutierten über die Herausforderungen einer Datenerhebung und erarbeiteten neue Wege zur Erfassung der CoP-Aktivitäten 2019/2020. Ein Vorschlag war die Schaffung eines gemeinsamen Online-Raums, in dem Aktivitäten das ganze Jahr über regelmässig protokollieren könnten.

Dann begannen wir die Generalversammlung, wo wir von der Präsidentin Amina Dikedi-Ajakaiye, der Geschäftsführerin Kate Monkhouse, der Sekretärin Anne-Claire Frank-Seisay, der Schatzmeisterin Gabi Sebastyen, der Botschafterin Daphrose Ntarataze Barampama und der Ältesten Jean Brown hörten. Am Sonntag fanden Wahlen zum Internationalen Komitee statt. Die fünf weiteren Ausschussmitglieder Amina Dikedi-Ajakaiye, Anne-Claire Frank-Seisay, Diana Damsa, Gabi Sebastyen und Luz Stella Camacho wurden neben den neuen Mitgliedern Birte Finken, Marienne Makoudem, Serena Rix Tripathee und Vinitika Lal wiedergewählt. Ein Antrag zur Wiederwahl von Kate Monkhouse als Executive Director wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen.

Nachdem die Verwaltung und Abstimmung stattgefunden hatte, führte uns die britische Koordinatorin Miranda Shaw durch einem sogenannten Craftivismus-Workshop. Craftivismus ist ein sozialer Prozess, der der feministischen Bewegung nahesteht. Ziele sind kollektives Empowerment, Aktion, Expression und Verhandlungen, einschliesslich verschiedener Formen der Handarbeit, wie Garn-Bomben und Kreuzstich. Miranda leitete uns an, um kraftvolle Slogans auf den Stoff zu nähen, die dann zusammen mit einem Brief an inspirierende Frauen verteilt werden sollen, die sich weltweit für den Frieden einsetzen.

Nach einer kurzen Sitzung über Aktionsplanung und einen Ausblick auf das kommende Jahr endete schliesslich unser Treffen. Wir fühlten uns erfrischt und inspiriert, dankbar für die Verbindungen, die wir das ganze Wochenende über geknüpft hatten, und erfüllt mit der neuen Entschlossenheit, nach unserer Rückkehr nach Hause in unseren Gemeinden etwas zu bewegen.